ProCrea | Weibliche und männliche Infertilität | Lugano
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Behandlung der unfruchtbarkeit bei männern und frauen

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Unter Unfruchtbarkeit versteht man die Unfähigkeit eines Paares, eine Schwangerschaft in die Wege zu leiten und zu Ende zu führen. Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt ein Paar als unfruchtbar, wenn nach zwei Jahren mit ungeschütztem Geschlechtsverkehr keine Empfängnis eintritt. Diese Begriffsdefinition stammt aus einer Studie, die in den Vereinigten Staaten von M. J. Whitelaw durchgeführt und in den Sechziger Jahren veröffentlicht wurde. Schon damals kam es bei ca. 56% der gesunden Paare innerhalb des ersten Monats des Geschlechtsverkehrs zu einer Schwangerschaft, bei 78% innerhalb des sechsten Monats und bei 86% sogar erst innerhalb des zwölften Monats. Heute sieht die Situation anders aus, da sich die gesellschaftlichen Gewohnheiten geändert haben und vielfältige Methoden zur Verhütung ungewollter Schwangerschaften zur Verfügung stehen. Paare, bei denen nach zwei Jahren immer noch keine Schwangerschaft eingetreten ist, sollten sich an Experten wenden. Ein auf Reproduktionsmedizin spezialisiertes Zentrum ist in der Lage, die Probleme der Unfruchtbarkeit zu erkennen und dem Paar bei der Erfüllung seines Kinderwunsches zu helfen.

Der Zeitfaktor spielt eine grundlegende Rolle bei der Fortpflanzungsfähigkeit, vor allem bei der Frau. Alter der Mutter und Unfruchtbarkeit stehen in engem Zusammenhang, weil die Fortpflanzungsfähigkeit der Frau stark vom biologischen Alter ihrer Eierstöcke abhängt. Während bei einem fortpflanzungsfähigen Paar im Alter von 25 Jahren die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft bei ca. 20 – 25% pro Ovulationszyklus liegt, halbiert sich dieser Prozentsatz nach dem 35. Lebensjahr und verzeichnet um das 40. Lebensjahr herum einen weiteren Rückgang.

Den Experten der Reproduktionsmedizin zu vertrauen, ist der erste Schritt, um sich mit dem Problem der Unfruchtbarkeit auseinanderzusetzen. Die medizinisch assistierte Fortpflanzung (MAF) ist die Gesamtheit der Techniken, die dem Paar für die Überwindung der Probleme der Unfruchtbarkeit und für das Erreichen einer Schwangerschaft zur Verfügung stehen.


HÄUFIGKEIT

Unfruchtbarkeit ist keine seltene Krankheit: Es wird geschätzt, dass ca. 15% der Paare in fortpflanzungsfähigem Alter Empfängnisprobleme haben, das bedeutet, dass weltweit ca. 100 Millionen Personen unfruchtbar sind. Es wird davon ausgegangen, dass diese Zahlen im Steigen inbegriffen sind, und zwar nicht nur angesichts der - vor allem in den Gesellschaften der westlichen Länder verbreiteten – Tendenz, eine Schwangerschaft aufzuschieben, sondern auch aufgrund der negativen Einflüsse, die ein ungesunder Lebensstil, die Umweltverschmutzung und Chemikalien auf die weibliche und männliche Fortpflanzungsfähigkeit ausüben.

Bei einem unerfüllten Kinderwunsch können die Ursachen für das Ausbleiben einer Schwangerschaft nur mit Hilfe einer Fachberatung sowie gezielter und gründlicher Untersuchungen erkannt werden.

Die medizinisch assistierte Fortpflanzung ist eine relativ neue Lösung für das Problem der Unfruchtbarkeit. In der Tat kam das erste Retortenbaby, ein Mädchen, erst 1978 nach einer In-Vitro-Befruchtung zur Welt. Seit damals hat die ärztliche Wissenschaft jedoch große Fortschritte gemacht und bietet heute neue Techniken und neue Untersuchungen, um die Unfruchtbarkeit auch in den schwierigsten Fällen zu überwinden. Bis heute sind dank der medizinisch assistierten Fortpflanzung mit einer Reihe von anerkannten wissenschaftlichen Techniken weltweit mehr als 5 Millionen Kinder geboren worden.


URSACHEN

In 90% der Fälle ungewollter Kinderlosigkeit liegen die Ursachen zu gleichen Teilen bei der Frau, beim Mann und bei beiden Partnern, während sie bei den restlichen 10% unbekannt bleiben.


URSACHEN BEI FRAUEN::

►HORMONE: mancata ovulazione provocata da alterazioni ipotalamo-ipofisarie (es. iperprolattinemia, stress, anoressia), tiroidee, ovariche (es. ovaio micropolicistico, endometriosi, deficit del corpo luteo), metaboliche (es. diabete e obesità);
►EILEITER: Entzündungsprozesse, Verwachsungen, Endometriose, operative Eingriffe;
►GEBÄRMUTTER: angeborene Fehlbildungen (z B. Uterus septus, subseptus, bicorne) oder erworbene Fehlbildungen (z. B. Polypen, Fibrome, Verwachsungen) der Gebärmutterhöhle;
►GEBÄRMUTTERHALS: Verschluss des Scheidenkanals durch Entzündungen, Diathermokoagulation, Konisationen oder biochemische Veränderungen des Zervikalschleims;
►GENETIK: Chromosomenanomalien und Gonadendysgenesie;
►IMMUNOLOGISHE FAKTOREN: Spermien-Antikörper im Zervikalschleim oder im Blut der Frau, die die Beweglichkeit der Spermien und ihre Fähigkeit, in die Eizelle einzudringen, beschränken.


URSACHEN BEI MÄNNERN:

►HORMONE: Angeborene oder erworbene Störung der Sexualhormonproduktion;
►TESTIKULÄRE SEKRETIONSSTÖRUNGEN: gestörte Produktion von Sperma oder Seminalplasma durch angeborene Ursachen (z. B. unterentwickelte oder fehlende Hoden), Chromosomenstörungen (z. B. Klinefelter-Syndrom), genetische Ursachen (z. B. Mikrodeletion des Chromosoms Y), Entzündungen (z. B. sexuell übertragene Krankheiten, Mumps), Varikozele (Krampfadern der Hodenvenen), Kryptorchidismus (ein- oder beidseitige Hodenretention), Hodendrehung (gestauter Blutfluss, was die Hoden schwer schädigen kann), Rauchen, Alkoholmissbrauch, Aussetzung gegenüber hohen Temperaturen, ionisierenden Strahlungen und Mikrowellen, giftigen Substanzen (z. B. Pestizide, Lösemittel, Chemotherapeutika), Drogen, Medikamente (z. B. Neuroleptika, trizyklische Antidepressiva, anabole Steroide);
►TESTIKULÄRE ABLEITUNGSSTÖRUNGEN: Erkrankungen der Ausführungsgänge (Behinderung des Austritts der Spermien aus dem Hoden) mit normalen Merkmalen der Spermien und des Seminalplasmas, durch angeborene Ursachen (Fehlen der Samenleiter), genetische Ursachen (z. B. Zystofibrose), Entzündungen (z. B. Chlamydia trachomatis, Gonokokken, Mycoplasma), operative Eingriffe (z. B. Vasektomie), Wucherungen (z. B. Nebenhodenzysten).
►EREKTIONSSTÖRUNGEN: Unfähigkeit, eine Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten aufgrund von psychologischen oder organischen Ursachen (z. B. neurologischer Schaden, Diabetes, Bluthochdruck, Traumen, operative Eingriffe), hormonellen Ursachen (Unterfunktion der Schilddrüse, erhöhter Prolaktinspiegel) oder pharmakologischen Ursachen (z. B. Antidepressiva), Missbrauch von Alkohol und Drogen;
►EJAKULATIONSSTÖRUNGEN: fehlende Ejakulation infolge psychologischer oder pharmakologischer Probleme (z. B. Antidepressiva), retrograde Ejakulation. d. h. rückwärtiger Samenerguss infolge operativer Eingriffe an Prostata oder Harnblase, neurologischer Schäden, Diabetes;
IMMUNOLOGISCHE STÖRUNGEN: Entwicklung von Antikörpern an der Oberfläche der Spermien, die deren Bewegungsfähigkeit beeinträchtigen.